Axel Ranisch über seinen Film

"Mach einen Film darüber, womit du dich auskennst." So hat es mein Professor Rosa von Praunheim immer zu uns Studenten gesagt. So ein Film ist Ich fühl mich Disco geworden. Voll von Erinnerungen. Voll von Szenen und Gefühlen, mit denen ich mich hervorragend auskenne: Ein Jugendlicher, der mitten in der Selbstfindung steckt, mit seinem Vater aneckt, seine Sexualität entdeckt und gerade gefunden wieder versteckt. Ein Junge, der einen lieben Menschen verliert, sich oft genug einsam fühlt und in den falschen verliebt ...

Filmstill

Es ist kaum zu verstecken, dass vieles an diesem Flori dem Axel ähnelt und einiges an Hanno meinem eigenen Papa. Und doch haben sich im Laufe der vier Jahre, die ich an dieser Geschichte gearbeitet habe, die Charaktere emanzipiert. Schließlich haben meine beiden Hauptdarsteller Heiko Pinkowski und Frithjof Gawenda, dieses Vater-Sohn-Gespann mit ganz eigenem Leben, mit Humor, Fantasie und Charme gefüllt.

Ich fühl mich Disco ist eine große Liebeserklärung: An meine Jugend, an meine Heimat Lichtenberg und an meinen Papa.

Und keine Sorge, Mama, du kommst auch noch dran!